Ein Containerschiff wird von einem Schlepper über die Elbe bugsiert.

Dresden (dpa/sn) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt eine weitere Verengung und Vertiefung der Elbe ab. «Kosten und Nutzen klaffen für die Wasserstraße Elbe weit auseinander», sagte Iris Brunar vom BUND am Donnerstag. Das Bundesverkehrsministerium sei mit dem Ziel gescheitert, Transporte auf den Fluss zu verlagern. Die intensiven Baumaßnahmen der vergangenen 25 Jahre haben der Güterschifffahrt nicht genutzt, sondern der Flusslandschaft geschadet.

Die Umweltorganisation fordert deshalb ein Umsteuern und das Ende einer Politik zulasten der Flusslandschaft. Die nur noch geringfügigen Transporte auf der Elbe würden dem BUND zufolge eine weitere Vertiefung der mittleren und oberen Elbe nicht rechtfertigen. Nach Angaben der Bundesregierung sollen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 430 Millionen Euro für die Elbe als Wasserstraße ausgegeben worden sein. Trotzdem nehme der Gütertransport auf dem Fluss ab. Verliererin am Festhalten überholter Verkehrsplanungen sei auf ganzer Flusslänge die Natur, kritisierte der BUND.

Güter könnten verlässlich auf der Schiene transportiert werden. Zudem würden die Versuche zur Verbesserung der Schiffbarkeit die ökologischen Maßnahmen wie den Schutz der Auen und ihrer wertvollen Feucht-Lebensräume verhindern. Auch die Staustufenplanungen in Tschechien nahe der deutschen Grenze lehne der BUND ab.