Die Sonne scheint in einem Wald zwischen Bäumen hindurch.

Erfurt (dpa/th) – Fachleute nehmen ab Mitte März wieder den Thüringer Waldboden unter die Lupe. Dabei sollen Erkenntnisse über den Zustand des Waldes insgesamt gewonnen werden, wie die Landesforstanstalt am Mittwoch mitteilte. Insbesondere gehe es dabei um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Waldböden.

«Waldböden sind enorm wichtige Kohlenstoffspeicher, Wasserreservoirs, artenreiche Lebenswelten und Produktionsgrundlagen für die Forstwirtschaft», sagte Thüringens Forstministerin Susanna Karawanskij (Linke). Gerade für das Waldland Thüringen seien lebendige, ökologisch stabile und nährstoffreiche Waldböden von Bedeutung. Die Ergebnisse der Bodenzustandserhebung seien daher wichtig, um Wälder für die Anforderungen des Klimawandels umzubauen.

Die Untersuchungen sind Teil der alle 15 Jahre fälligen bundesweiten Waldbodeninventur. Dafür waren bereits 2022 Forstexperten in einigen Thüringer Wäldern unterwegs. Nun sollen sie sich besonders in Mittel-, Ost- und Südthüringen umsehen. Ein Abschlussbericht soll 2026 erscheinen. Wälder bedecken etwa ein Drittel der Fläche Thüringens, rund 520.000 Hektar.