Die Gumpe am Königsbach-Wasserfall bei Schönau am Königssee.

Berchtesgaden (dpa/lby) – Der Nationalpark Berchtesgaden hat sich gegen Kritik des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH) wegen zu hoher Wildbestände gewehrt. Für einen Nationalpark mit dem Motto «Natur Natur sein lassen» sollten andere Prüfkriterien gelten als für Forstbetriebe, teilte die Verwaltung des Nationalparks am Freitag mit. Der ORH hatte moniert, dass zu viel Rotwild im Park, zum Beispiel Hirsche, zur Verschwendung von Steuergeldern führe. Diese würden unter anderem ausgegeben, um Bäume zu pflanzen, nachdem die Tiere deren Wachstum durch das Abbeißen von Knospen störten.

Der ORH hatte zudem kritisiert, dass das Nationalpark-Management ihr Handeln bis zum Jahr 2022 an einem nicht mehr aktuellen Plan ausgerichtet habe. Nach Angaben der Parkverwaltung wurde im Januar 2023 aber ein neuer Plan in Kraft gesetzt. Man sei «auf künftige Aufgaben und Herausforderungen gut vorbereitet», sagte Nationalparkleiter Roland Baier der Mitteilung zufolge. Künftig sei messbar, ob die Verwaltung ihre Ziele erreiche.